ORF tauscht wieder die Smartcards – Key-Update vom ORS anstehend
Der Österreichische Rundfunk ORF wird in den nächsten zwei bis drei Jahren wieder Smartcards mit Cryptoworks-Verschlüsselung austauschen. Dieses bestätigte ein Sprecher der ORF-Tochter ORS offiziell gegenüber der Futurezone. Seit Weihnachten 2010 ist das Verschlüsselungssystem vom ORF und AustriaSat offen für Schwarzseher. Als Auslöser und Anreiz der Cracker galt gar nicht der ORF, sondern der Sat-Anbieter AustriaSat mit gleichem Verschlüsselungssystem inklusive den Hardcore-Sendern Hustler TV und Dorcel-TV.
Als erste Gegenmaßnahme werden die ausgestrahlten Schlüssel (keys) des ORF ständig vom Servicebetreiber ORS gewechselt, um den Schwarzsehern das Leben schwerer zu machen. Mit speziellen Digital-Receivern und einer angepassten illegalen Firmware, oder durch ein illegal präpariertes CI-Modul, wird eine originale ORF-Smartcard vorgegaukelt. Der ORF muss aufgrund von rechtlichen Lizenzeinschränkungen bei der Ausstrahlung seines Fernsehprogramms, die Verschlüsselung bis zur Landesgrenze vornehmen. Das verwendete Cryptoworks-System zur Verschlüsselung der ORF-Programme, wurde ursprünglich von Philips entwickelt und vom Verschlüsselungspionier IRDETO später übernommen.

ORF HD (Bild: ORF)
Von dem Smartcard-Tausch sind folgenden Karten betroffen:
Cryptoworks 4, 5 und 6 mit den Kartennummern 0004294xxxxx, 0004295xxxxx und 0004296xxxxx. Zwischen 2003 und 2006 wurden diese Karten im Handel in Österreich ausgegeben. Insgesamt sind ca. 1,3 Mio. Smartcards davon betroffen. Wer die Kosten für den Kartentausch beim ORF trägt, bleibt offen…
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