Linux – History

Linus Torvalds Ursprünglich wurde das Betriebssystem Linux 1991 von Linus Torvalds an der Universität Helsinki entwickelt. Eigentlich wollte er nur die Leistungsfähigkeit und die Möglicheiten seines 386′er PCs studieren. Dazu hatte Linus Minix, ein Betriebssystem für Lehrzwecke, installiert. Dieses System konnte die Möglicheiten eines Unix-Systems auf einem IBM-PC simulieren.

Die erste lauffähige Version von Linux wurde im September 1991 von Linus Torvalds an interessierte Personen verschickt und in der Newsgruppe comp.os.minix über das Usenet bekannt gegeben. Er entschied sich das System weiterhin frei weiterzugeben. Jeder konnte sich daran beteiligen und Linus Verbesserungen oder Erweiterungen zuschicken.

TuxBei dem Namen Linux wurde aus seinem Vornamen und der Ähnlichkeit zu Unix ein Linux. Alles andere sind Märchen. Begriffe wie: Light Unix oder Little Unix, sind frei erfunden…
Heute entscheidet Linus Torvalds auch noch alleine über den Kernel. Was ihm nicht gefällt, kommt nicht in den Kernel. Überzeugen kann man ihn bestimmt, aber es soll nicht einfach sein.

Das Linux-Logo, der Pinguin namens “Tux”, stammt einem Wunsch nach von Linus aus dem Jahre 1996. Er entschied sich für den Pinguin. Der Name “Tux” stammt von der englischen Bezeichnung “tuxedo” für den Smoking.

Der wohl engste Kernel-Entwickler von Linus bis zum Kernel 2.4 ist Alan Cox gewesen. Alan hat sehr viel für den Kernel und den Treibern sowie dem Netzwerk herum getan. Selbst Microsoft hatte 1998 versucht ihn zu gewinnen, was er wohl dankend ablehnte… :) Dieser widmet sich aber nun mehr seinem Arbeitgeber Red Hat.

Während der Entwicklung des jetzigen Linux Kernels 2.6 ist Andrew Morton die rechte Hand von Linus geworden und gibt immer nach einem Release eines neuen stabilen Kernels von Linus mit dem Zusatz -mmX (z.B. 2.6.7-mm1) eine Entwicker-Version frei, die experimentelle Funktionen beinhaltet und getestet werden kann.

Der Kernel teilt sich in einen stabilen (Anwender) und instabilen (Entwickler) Kernel. Dazu gibt es noch viele andere Varianten, die speziell angepasst oder abgeändert wurden. Z.B für den digitalen Receiver dbox / dbox2 oder für Smartphones, PDAs, Thin Clients uvm. Marcelo Tosatti hat die Weiterentwicklung des stabilen und etwas “älteren” Kernel 2.4 übernommen. Linus selbst arbeitet weiter an 2.6, nicht zu vergessen auch all die anderen Kernel-Entwickler oder auch Firmen.

Linus TorvaldsLinux ist also der Kernel, befindet sich im Dateisystem in dem Verzeichnis /boot/ namens vmlinuz. Und nicht die darunter laufenden Anwendungen oder Server, wie es oft fälschlicherweise dargestellt wird. Diese laufen auch unter anderen Uni*-Derivaten, wie z.B. FreeBSD.

Mittlerweile gibt es viele Distributoren von Linux und den Anwendungen, die eine Auswahl der vielen Anwendungen treffen und diese dann auf CDs/DVD vertreiben. Allerdings kann man sich Linux oder auch eine komplette Distribution von diversen FTP-Servern kostenlos herunterladen und auf unzählig vielen Rechnern installieren!

Viele Programmierer (weltweit) schufen mit Linus zusammen ein stabiles, sicheres, schnelles, transparentes und freies Betriebssystem mit vielen Programmen. Auch große Unternehmen, wie IBM und auch viele europäische Regierungen, haben die Fähigkeiten und Vorteile von Linux und Open Source erkannt. Um einige Merkmale zu nennen:

  • Multitasking
  • Multithreading
  • Symmetric Multiprocessing
  • Multi User
  • IPC (Inter Process Communication)
  • kostengünstig
  • Stabilität
  • Datensicherheit
  • Einblick in den Quellencode
  • Transparentes System

Aber bei all dem Hype um Linux, gibt es auch kleine Nachteile oder genauer: Umstellungsprobleme. Gerade wenn man aus der Win-Welt kommt und alles mit einem “Klick” bedienen möchte. Ebenso wird eventuell nicht jede brandneue Hardware sofort unterstützt, wenn der Hardware-Hersteller nicht mitspielt.

Pinguine Wird aber ein Fehler oder eine Sicherheitslücke entdeckt, so kann in kurzer Zeit ein Patch oder ein Update zur Verfügung gestellt werden. Dabei sind wenige Stunden keine Seltenheit, womit selbst Systeme mit teurem Support nicht dienen können. Microsoft erst recht nicht…

Mit MS kann man erst einmal auf ein baldiges Update oder einen Patch warten, wenn denn MS es als sehr wichtig einstuft. Und da ist der Haken… Ein Beispiel wäre der Virus/Wurm SQLSlammer, der den Hersteller MS intern selbst getroffen hatte. Wer dann schnell den Patch von MS einspielen wollte, was eh schon vom Ansatz viel zu spät war, konnte über überlastete Netze auf MS-Update Server nicht mehr zugreifen… Noch lustiger ist, was man mit einer OEM-Version von MS über Support zu hören bekommt. Gar nichts!

Linux läßt sich parallel zu DOS, Win9x, NT 4/5/5.1, OS/2, QNX oder BeOS installieren und kann sehr viele Dateisysteme lesen und beschreiben. Das Linux-System kann auch auf einer erweiterterten Partition installiert werden. Die mitgelieferten Linux-Bootloader LILO oder Grub sind in der Lage alle genannten Systeme über ein Menü zu starten.

Ich arbeite jetzt seit ca. 1996 überwiegend mit Linux-Systemen. Angefangen habe ich persönlich mit der Delix Linux Distribution, die es mittlerweile nicht mehr gibt. Dann über Slackware, SUSE, Debian, RedHat, Mandrake, Gentoo, Fedora Core und jetzt bei Ubuntu Linux geblieben. :-)