52. Eurovision Song Contest

Der 52. Eurovision Song Contest ist entschieden und gewonnen hat… das osteuropäische Land Serbien mit der Ballade „Molitva“ der jungen Serbin Marija Serifovic. Gut sieht sie schon gar nicht aus, aber singen konnte sie auch nicht einmal. Tja, so wird man Sieger! Mein Geschmack war es jedenfalls nicht.

Die junge Blondine im rosa Paris-Hilton-Stil als finnische Moderatorin getarnt, war ein peinlicher Lacher schlechthin, wenn man schon eine Flasche Wein hinter sich hatte. Aber nüchtern durfte man dem Hüpfer nicht zuhören… einfach grausam!

Roger Cicero mit seinem Song “ Frauen regier’n die Welt“, hat leider nur den 19. Platz belegt, aber er hat eine schöne Darstellung und ein schönes musikalisches Lied abgeliefert. Egal, das zählt dort eh nicht (mehr) und die Sieger sind im Jenseits verschwunden. Dagegen war der Auftritt von England oder Frankreich eher für die Muppet-Show reif. Was war das denn?

Man fragt sich bei den Abstimmungsergebnissen aus den einzelnen Ländern, was da eigentlich los war. Auch wenn aus Westeuropa Stimmen für die Songs der osteuropäischen Länder abgegeben wurden, sah alles eher nach einem Zuschieben der Punkte in den eigenen (Ost-) Reihen aus. Egal ob der Song musikalisch absolut grausam war und das waren sehr viele, es wurde immer schön das Nachbarland gepuscht. Die Musik zählt nicht mehr, nur eine Show mit teils halbnackt gestylten Outfit und lautem Teeny-Geschreie mit Kreide im Hals ohne einen Ton richtig zu treffen.

Da muss man sich die Frage stellen, sind die Regeln noch gerecht und wurde sich abgesprochen? Als Tipp kann man sich mal die Punktevergabe von Weißrussland, Russland und der Ukraine anschauen. Auch die Balkanländer. Von den 21 osteuropäischen Ländern haben also 19 stimmberechtigte die vollen 12 Punkte an einen ehemaligen Nachbarstaat abgegeben. So betrügt man legal! Denn die Regeln erlauben das.

Warum nehmen eigentlich Israel, die Türkei oder Russland beim Eurovision Song Contest teil? Warum nicht auch noch der Sudan oder Mexiko? Jamaika? Sind doch auch auf der Weltkarte an Europa dicht dran… Denn die Türkei, Israel oder auch Russland sind streng geografisch gesehen, nur ein klitzekleiner Teil von Europa, gar kein Teil oder haben nicht wirklich was mit Europa zu tun, außer als Handelspartner… denn die
Voraussetzung für eine Bewerbung eines Landes beim Eurovision Song Contest ist die Mitgliedschaft des Fernsehsenders dieses Landes in der European Broadcasting Union (EBU), die den Wettbewerb seit 1956 veranstaltet.

Aber egal, das Niveau durch das osteuropäische Trash-Gedudel ist so tief gesunken, dass ich auf den nächsten Eurovision Song Contest verzichten kann und mir lieber einen Bundesvision Song Contest mit rein deutschen Interpreten anschauen werde. Denn so schlecht ist unsere deutsche Musik nicht.

Ach, liebe deutsche Rundfunkgebührenzahler, wir finanzieren diesen legalen Betrug auch noch dick mit. Da freut man sich doch bestimmt auf die nächste GEZ-Erhöhung, oder?