ARD / ZDF kündigen Verträge mit Kabelnetzbetreibern

Nun haben die Öffentlich-Rechtlichen Fernsehanstalten der ARD und des ZDF Ernst gemacht. Die Einspeiseverträge mit den Kabelfernsehnetzbetreibern Kabel Deutschland, Unitymedia und Kabel BW wurden zum Ende diesen Jahres gekündigt. Für die Einspeisung in die Kabelnetze verlangen die Betreiber Gebühren, obwohl die Endverbraucher ebenfalls mit Gebühren belastet werden. Gerade beim Thema HDTV und digitales Fernsehen sind die Kabelnetzbetreiber zu einer neuen Einnahmequelle vorgestoßen, nämlich diese noch extra zu verschlüsseln.


ZDF HD

Theoretisch würden demzufolge ab dem Januar 2013 keine Programme der ARD und ZDF bei Kabel Deutschland, Unitymedia und Kabel BW eingespeist werden. In der Praxis greift aber der Rundfunkstaatsvertrag und die betreiber sind verpflichtet die ARD und ZDF in die Kabelnetze einzuspeisen. Jedoch könnten die Dritten und zusätzlichen digitalen Programme wegfallen. Ohne diese Vertrag würden die Kabelfernsehbetreiber die HDTV-Programme der ARD und ZDF ebenfalls verschlüsseln, wie es schon mit den privaten und digitalen TV-Sendern getan wurde.

Eine Alimentierung der Kabelfirmen aus Gebührentöpfen sei nicht mehr zeitgemäß, erklärte MDR-Intendantin Karola Wille.