ARD steigt schneller auf DVB-T2 mit HDTV um

Die ARD wird etwas schneller auf das zukünftige digitale Antennenfernsehen (DVB-T2) mit HDTV umsteigen. Und nicht wie ursprünglich geplant erst gegen Ende 2020. Ziel ist jetzt für den umstieg auf DVB-T2 ab Mitte des Jahres 2019. Das 700-MHz-Frequnzband des Fernsehens soll dem Mobilfunk nun dazu schon ab Mitte 2019 zur Verfügung gestellt werden. Durch den Umstieg auf DVB-T2 kann die ARD bis zu 15% an Kosten einsparen.

ARD
ARD (Logo: ARD)

DVB-T2 ist der Nachfolger des digitalen Übertragungsstandards vom derzeitigen DVB-T. Durch einen effektiveren Video Codec HEVC / H.265 (High Efficiency Video Coding) können bis zu 50% an Daten im DVB-Stream eingespart werden. Dieses war auch das Ziel bei der Entwicklung von HEVC. Eine gleichbleibende Bildqualität bei doppelt so hoher Komprimierung. Auch auf mobilen Geräten wie Smartphones oder Tabletts wird DVB-T2 besser zur Geltung kommen, da der Stream bei gleicher Bildqualität weniger an Daten mit HEVC H.265 benötigt.

DVB-T2 – auch als DTT (digital terrestrial television) bekannt – bietet HDTV-Programme über Antenne. HEVC ist der Video-Codec-Nachfolger von H.264 / MPEG-4 für HDTV und UHD mit 4K. Theoretisch wäre mit DVB-T2 auch die Übertragung von 4k Ultra HD mit bis 4320p (8192 x 4320 Pixel) möglich. In Deutschland spielt aber das digitale Antennenfernsehen keine so große Rolle wie in anderen Ländern. Hierzulande ist das Kabel- und Satellitenfernsehen dominierend. Dazu gesellt sich noch Entertain (IPTV) der Telekom und zahlreiche Mediatheken.

Wenn allerdings die öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten von ARD und ZDF den Umstieg klug nutzen und gleich alle HD-Sender über DVB-T2 einspeisen, könnte das digitale Antennenfernsehen doch noch einen Boom erwarten. Denn bei vielen Kabelnetzbetreibern fehlen viele HD-Sender der öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten im Programmangebot. Gerade die HD-Ableger der Dritten Programme oder des zusätzlichen Digitalangebots.

Um den neuen digitalen DVB-Standard DVB-T2 (HEVC / H.265) für das Antennenfernsehen empfangen zu können, wird ein neuer Digital-Receiver benötigt. Es unterstützen überwiegend aktuelle Modelle an LED-TV oder Plasma-TV mit integriertem HD-TV-Tuner in der Regel den neuen Übertragungsstandard DVB-T2, so dass kein externer Digital-HD-Receiver angeschafft werden muss.

Die aktuelle Senderliste je nach Region in Deutschland.