Bayerischer Rundfunk und IRT – Test DVB-T2 mit HEVC H.265

In knapp zwei Jahren soll es endlich auch in Deutschland mit dem Empfang von HDTV-Sendern via DVB-T2 losgehen. Dann starten ab Mitte 2016 die Öffentlich-Rechtlichen Fernsehanstalten ARD und ZDF den Regelbetrieb mit dem neuen Codierungsverfahren DVB-T2 (MPEG-H Part 2 HEVC H.265) über das digitale Antennenfernsehen. Ein erster Test wird vom IRT (Institut für Rundfunktechnik) im Raum München und Umgebung vorbereitet.

BR HD
BR HD

Den ersten Testlauf mit DVB-T2 gab es jedoch schon im Jahre 2010. Bei einem weiterem Testfeld wird zusätzlich mit dem wesentlich effizienteren H.265 HEVC (High Efficiency Video Coding) ein weiterer Test von DVB-T2 kombiniert. Dazu soll auch gerade der Empfang von DVB-T2 mit mobilen Geräten wie Notebooks, Smartphones oder Tablets sowie von DVB-T2 in KFZ ausführlich getestet werden.

Die Übertragung wird in einem Gleichwellennetz (SFN) auf dem Kanal 43 (650 MHz) durchgeführt. Die Sender befinden sich am Funkhaus München, am Standort Freimann und am Standort Ismaning. Für den Einsatz von HEVC-Codern stehen der BR und das IRT derzeit im Gespräch mit verschiedenen Anbietern.

Interessierte Hersteller von Endgeräten können sich an das IRT problemlos wenden, um Unterstützung zu erhalten. Konfigurierbare Datenströme und Parametereinstellungen sowie Know-how für die Geräteoptimierung wird angeboten. Auch für Hersteller von Codecs, Multiplexern und Modulatoren auf der Sendeseite.

Derzeit kann man bei der Task Force Überallfernsehen von der ARD und dem ZDF sich über den Empfangsstand von DVB-T mit den empfangbaren Sendern in Deutschland informieren.